Hühnerstall

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Heute: Wir basteln einen Hühnerstall

Hallo, liebe Interessierte, Bastelwillis und sonstige Internet-Internatlinge, heute begrüße ich euch zum Bau eines Hühnerstalls.

Die modernen englischen Zwergkämpfer sollen in ein neues Freilandgehege umziehen. Das Freigehege ist schon eingezäunt und eingerichtet, aber es fehlt noch ein hübsches Heim um die Nächte vor Marder, Waschbär und Fuchs gut geschützt zu verbringen.
Es sollen 10 bis 20 Tiere darin Platz finden.

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Hier ist der Plan.
Die Frontseite, an der sich auch die Hühnerklappe befindet, wird in einem Winkel von 115° angeordnet.
Für eine schräge Wand habe ich mich absichtlich entschieden. Denn die Hühnerklappe ist gleichzeitig auch die Hühnerleiter und diese wird durch einen Linearantrieb, der unter dem Stall montiert wird, bewegt. Mein Linearantrieb hat eine Hubhöhe von 25 cm und wegen die Schräge brauche ich nur 20 cm.

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13.03.2016
Der Trägerrahmen.

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14.03.2016
Da ich den fertigen Hühnerstall nicht zum eigentlichen Standort transportieren kann, baue ich alles in Fertigteilbauweise. Dann brauche ich nur noch die einzelnen Bauteile zum eigentlichen Standort transportieren und zusammenschrauben.
Weil es im Winter auch kalt werden kann, baue ich die Wände mit Hohlkammern. Dafür verwende ich Grobspanplatten und dünne Leisten.
Die Bodenplatte und eine Seitenwand sind bereits fertig.

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16.03.2016
Um die Hühnerleiter anzuheben verwende ich einen Linearantrieb. Dieser hat einen Hub von 250 mm und drückt problemlos ca. 150 kg.
Als Gelenk habe ich mir ein massives Scharnier, solche werden für Stalltüren oder ähnliches verwendet, besorgt. An dem Türband habe ich ein Winkeleisen (40x40) und zusätzlich, als Stütze, noch ein 5 mm Flachstahlstreifen eingeschweißt.

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So soll es dann mal aussehen. Die Holzlatte stellt die komplette Länge von 700 mm dar. An Stelle der Holzlatte wird später ein 24 cm breites Laufbrett auf das Türband geschraubt.

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17.03.2016
Der Antrieb ist fertig montiert.

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19.03.2016
Die Fenster und die Reinigungsklappe sind fertig.

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Das sind die Dachhälften. Diese sind auch mit Hohlkammern gefertigt, nur der Dachüberstand ist einfach ausgeführt.

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20.03.2016
Das ist die hintere Giebelwand.

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In der Giebelspitze habe ich ein vergittertes Lüftungsloch eingesetzt, daß bei Bedarf geöffnet werden kann.
Unten rechts versteckt sich die Steuerungselektronik. Diese ist ähnlich aufgebaut wie bei der  automatische Hühnerklappe, aber hier verwende ich als Antrieb einen Linearmotor und die Endschalter sind Öffner (Schalter ist im normal Zustand geschlossen, drückt die Klappe gegen den Schalter unterbricht er den Stromkreis).

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Der abgebildete Schaltzustand: es ist dunkel und die Klappe ist geschlossen und drückt gegen den oberen Endschalter.

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Das ist die Innenseite des Eingangsbereiches.
Ein Endschalter und die entsprechende Verkabelung ist vorbereitet.
Den Endschalter brauche ich um den Motor zu sagen das die Hühnerklappe geschlossen ist und er jetzt abschalten kann.

Da unsere Raptoren sehr neugierig sind und überall picken und herum gnaddeln, habe ich die Kabel in Schächte verlegt. Der Endschalter wird auch noch mit einem Schutzblech umhüllt.

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24.03.2016
Der Aufbau hat begonnen.
Wir haben alle vorgefertigten Teile zum vorbereiteten Aufstellungsort getragen und auch gleich zusammengeschraubt.

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Fertig ist die Laube.
Innerhalb einer Stunde, inklusive angeordneter Kaffeepause, war der Zusammenbau erledigt.
Alle Teile passen gut zusammen. Die Dachfläche liegt sauber auf den Giebelwänden auf, nur in der Traufe habe ich einen Spalt von durchgehend 5 mm. Dort liegt das Dach nicht auf den Seitenwänden auf. Hier schraube ich noch eine dünne Leiste drauf.

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Die linke Dachhälfte ist fest verschraubt und die rechte Dachhälfte ist mit 4 starken Scharnieren, im First, an der linken Dachhälfte beweglich angebracht.

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26.03.2016

Als nächsten Schritt habe ich die Kantteile , Traufbleche und Ortgänge, angebracht.
Mein Sohn hat in der Zwischenzeit alles gestrichen. Ich möchte betonen, daß die rote Farbe nicht meine Idee ist.

Die Küken aus der ersten Brut sind zu Besuch und begutachten alles.

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Dann eine beschieferte Schweißbahn auftragen, First anschrauben und fertig.

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Der First, das ist kein normaler First. Dieser ist einseitig geöffnet. Denn eine Dachhälfte ist klappbar und dadurch habe ich zwischen den Dachhälften einen kleinen Spalt. Dieser First ist nur auf der festmontierten Dachhälfte geschraubt und ragt über den Spalt. Somit kann die andere Dachhälfte problemlos hochgeklappt werden und dennoch kann kein Regenwasser durch den schmalen Spalt eindringen.

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Hier noch eine Draufsicht.

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28.03.2016

Soni hat die Wände schön gekalkt, dadurch wird der Innenraum heller und die Ausbreitung von Milben wird eingedämmt.
Damit der Fußboden nicht nass werden kann habe ich noch ein Alu-Blech eingepasst.

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Das ist nun der fertige und versteckte Schaltschrank. Für die Stromversorgung habe ich 4 Blei-Gel-Akkus mit je 12 Ah eingebaut, zusammen habe ich so 48 Ah.

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Die Akkus werden von 2 Solarpaneelen, zu je 10 W, geladen.

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30.03.2016

Die Inneneinrichtung ist fertiggestellt.
Es fehlt noch die Einstreu und dann ist es bezugsfertig.

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Rechtschreibfehler sind gewollt und deswegen mit voller Absicht erstellt. Wer welche findet, darf sie behalten und selbst verwenden oder verschenken und auch versteigern. Bild "Grafik:057.gif"

Bild "Grafik:035.gif"  Bild "Grafik:4rook.gif"

11 Kommentare

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Thomas
16.06.18 @ 16:27
Der Stall schaut gut aus. Welche Erfahrung hast du bis jetzt, nach 1,5 Jahren, gemacht und was würdest du nun ändern? Der Türöffner ist, ganz gut nur köntest du bitte Angaben zu den verbauten Teilen machen, damit man diesez. B. beim Conrad; ELV usw. nachkaufen kann?
Patrick
27.04.18 @ 08:53
Der Stall ist sehr geil gemacht, wirklich gute Arbeit!
Ela
06.12.16 @ 16:26
Der Hahn rechts (im unteren Bild) ist ja der Kracher! ;-)
Admin
01.04.16 @ 13:00
Ups! Das ist ein Fehler. Es muss 2016 heißen. Werde ich gleich korrigieren.
Oliver
01.04.16 @ 11:19
Ich dachte, das Projekt wäre schön zwei Jahre alt, weil 2013 unter den Fotos steht :-)
Admin
31.03.16 @ 21:15
Ob sich der Bau bewährt hat kann ich nicht sagen. Ich habe es gerade erst fertiggestellt. Die Gefahr habe ich schon bedacht, darum habe ich "Feuchtraum geeignete" Platten verwendet und den Stall auf Beinen gestellt. So kann der Wind drunter durch wehen und aufsteigende Bodenfeuchte bleibt hoffentlich unwirksam.
Oliver
31.03.16 @ 09:00
Hat sich der Bau mit OSB Platten bewährt? Ich habe mich auch mal daran versucht, aber nach einem Jahr bräuchte ich einen neuen Stall, weil die Platten sich mit Wasser vollgesogen hatten, obwohl ich alle Flächen gestrichen habe...
Admin
16.03.16 @ 20:20
Um die Hütte zu reinigen soll das Dach auf einer Seite klappbar sein und in der Seitenwand wird noch eine große Luke eingebaut, die bei Bedarf herausgenommen werden kann.
Admin
16.03.16 @ 20:18
Die Nester werden auf den Boden gestellt. Das Futter und Wasser steht dann vor oder neben der Hütte im Automaten.
Oliver
16.03.16 @ 18:54
Wie kommst du an den Innenraum, um ihn sauber zu machen?
13
16.03.16 @ 17:33
Hallo!
Danke, daß du deine Erfahrungen mit uns teilst!

Wie hast du die Nester vorgesehen?
Die werden doch sich nicht einfach auf den Boden gestellt?

Kommt ein Futtertrog in den Stall oder gibts nur draussen Futter für die Hühner?


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